Evangelische Kirchengemeinde


Bieberstein-Dipperz


Kirchenkreis Fulda / Evangelische Kirche von Kurhessen - Waldeck

Ander-Molnar Internetfoto 150x225Geistliches Wort

Vor 40 Jahren ging eine meiner Tanten sehr oft in tiefer Trauer zum Grab ihres Mannes,
führte Selbstgespräche, erinnerte sich an die Einstellung des Verstorbenen,
"was würde er denn dazu sagen?" und kehrte nach dem Gespräch mit dem Tote getröstet (?) zurück.
Ich mochte sie damals nicht biblisch belehren, doch klangen mir die Auferstehungsbotschaft
im Ohr:


Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, er ist auferstanden.
(Lukas 24,5b-6a) Gleichen Inhalts ist der


Monatsspruch für März 2013:
Gott ist nicht ein Gott der Toten,
sondern der Lebenden;
den ihm leben sie alle.
(Lukas 20,38)

Hierzu eine Geschichte, die mir in diesen
Tagen zugemailt wurde:

>>Ein kleiner Junge  wollte unbedingt einmal
den lieben Gott treffen. Er wusste, dass es ein
weiter Weg war bis dahin, wo Gott wohnte.
Darum packte er in seinen Koffer außer seinen
Kleidern auch noch etwas zum Essen ein:
Kartoffelchips für den Hunger und ein 6-er
Pack Cola für den Durst. So ausgerüstet, star-
tete er seine Reise zu Gott.

Als er gerade mal 3 Straßen weit gegangen
war, traf er eine alte Frau. Sie saß neben der
Straße auf einer Bank und schaute einigen
Tauben zu, die auf dem Boden herumpickten.
Der kleine Junge setzte sich in Ihre Nähe und
öffnete seinen Koffer. Er wollte gerade einen
Schluck Cola trinken, als ihm auffiel, dass die
alte Frau hungrig aussah. Also bt er ihr ein
paar von seinen Chips an. Sie nahm sein An-
gebot dankend an, und lachte ihm freundlich
zu. Ihr lachen war so überaus schön, dass es
der kleine Junge noch einmal sehen wollte,
also bot er ihr auch von seiner Cola an. Und
wieder lächelte sie ihn freundlich an. Der
kleine Junge was fasziniert. So saßen sie dann
den ganzen Nachmittag, aßen, tranken und
lachten sich an und keiner von Beiden sagte
auch nur ein Wort. Als es dann dunkel wurde
merkte der kleine Junge wie müde er war, und
er stand auf, um zu gehen.

Doch, schon nach ein paar Schritten, drehte er
wieder um, rannte zurück zu der alten Frau,
und gab ihr einen Kuss. Dafür schenkte sie
ihm ihr schönstes Lächeln. Als der Junge
kurze Zeit später zuhause war und die Tür
öffnete, wunderte sich seine Mutter über das
Leuchten in seinem Gesicht. Sie fragte ihn:
"Was hast Du heute gemacht, das dich so
glücklich aussehen lässt?" Er antwortet: "Ich
habe Mittag gegessen mit Gott", und noch
bevor seine Mutter etwas erwidern konnte,
fügte er hinzu: " und weißt du was? Sie hatte
das schönste Lächeln, das ich je gesehen habe."
In der Zwischenzeit ging die alte Frau in ihre
Wohnung zurück. Ihr Sohn staunte über den
Ausdruck von Frieden, der auf ihrem Gesicht
lag und fragte: "Mutter, was hast du heute
gemacht, das dich so glücklich aussehen
lässt?" Sie antwortete: "Ich aß Kartoffel-
chips im Park mit Gott", und noch bevor er
fragen konnte, fügte sie hinzu: "und weißt
du was? Er ist sehr viel jünger, als ich dachte!"

Zu oft unterschätzen wir die Kraft einer Be-
rührung, eines Lächelns, eines offenen Ohres,
eines freundlichen Wortes oder übersehen
auch nur die kleinste Geste der Sorge oder
eines Mitgefühls. Jedes einzelne davon hat
die Möglichkeit, ein Leben zu verändern.
Menschen treten in unser Leben, für einen
Moment, für eine gewisse Zeit, oder für ein
ganzes Leben.<<